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TDA-Turnierregeln PDF Drucken E-Mail

 

Internationale Pokerregeln der TDA (Tournament Directors Association)

 

TDADie TDA (Tournament Directors Association) ist eine 2001 gegründete Organisation, die aus vier Aufsichtsräten (Matt Savage, David Lamb, Linda Johnson und Jan Fisher) sowie mehreren hundert Mitgliedern weltweit besteht. Sie ist nicht auf Profit ausgelegt.

 

Das Ziel der TDA ist es, grundlegende Maßstäbe und Standards und damit allgemeingültige Regeln für das Pokerspiel aufzustellen. Durch diese Regeln soll ein positiver Einfluss auf die Pokerindustrie weltweit gesetzt werden. Die so erarbeiteten Richtlinien werden schriftlich festgehalten und regeln ganz klar die Turnierabläufe sowie notwendige Entscheidungen und sollen damit den Spielverlauf sowie bestimmte Spielsituationen eindeutig definieren.

 

Die TDA trifft sich mindestens ein Mal jährlich und sucht auch sonst eine regelmäßige und rege Diskussion mit allen Mitgliedern, um die TDA-Regeln noch weiter zu verfeinern. Die offizielle Homepage der TDA finden ihr unter www.pokertda.com

 

Nachfolgend finden Sie die offiziellen Pokerregeln der Tournament Directors Association (TDA): (Ins deutsche Übersetz, Stand 2007)

 

 

1. Floorman

Das Floorpersonal ist angehalten, im besten Interesse des Spiels, mit Fairness als oberster Priorität zu entscheiden. In gewissen Umständen kann es dazu führen, dass technische Regeln "ignoriert" werden und im Sinne der Fairness entschieden wird. Die Entscheidung der Turnierleitung ist endgültig.

 
 
2. Chip Race

Das Chiprace beginnt immer bei Platz 1. Ein Spieler kann maximal einen Jeton erhalten. Ein Spieler kann nicht durch ein Chiprace aus dem Turnier ausscheiden. In dem Fall, dass ein Spieler nur noch einen Jeton übrig hat, wird das Chiprace normal durchgeführt. Sollte der Spieler nun das Chiprace verlieren, erhält er automatisch ein Stück von der kleinsten im Spiel befindlichen Jetoneinheit.

 
 
3. Odd Chips, Nicht teilbarer Jeton

Den nicht teilbaren Jeton bei Splitpots erhält immer der Platz links vom Dealerbutton. Bei allen Studvarianten erhält den Jeton die höchste Karte, gereiht nach der Farbe (Pik, Herz, Karo und Treff). Bei allen High/Low Varianten geht der Jeton zu High.

 
 
4. Side Pots

Bei einer Teilung wird jeder Sidepot separat geteilt. Sie werden vor der Teilung nicht zusammen gefügt.

 
 
5. Calling "Clock" oder "Time"

Ist bereits einige Zeit verstrichen und es wird "Clock" verlangt, so erhält der Spieler eine Minute Zeit, um seine Entscheidung zu treffen. Hat er nach Ablauf dieser Zeit noch keine Entscheidung getroffen, erfolgt ein Countdown von 10 Sekunden. Erfolgt noch immer keine Aktion, wird die Hand für "tot" erklärt.

 
 
6. Dead Button

Durch das Ausscheiden eines Spielers kann es passieren, dass der Button nicht weitergeht und zweimal an derselben Position bleibt.

 
 
7. Penalties und Disqualifikation

Ein Penalty (Zeitstrafe) KANN ausgesprochen werden, wenn ein Spieler die Karten öffnet oder herzeigt, obwohl es noch Aktion(en) gibt, oder ein(e) Karte(n) vom Tisch wirft oder gegen die "Ein Spieler pro Hand" Regel verstößt. Ein Penalty MUSS ausgesprochen werden bei "softplay", bei Falschspiel, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten oder ähnlichen.

Es obliegt der Turnierleitung die Höhe des Penalty festzulegen. Von einer Button-Runde bis zu einer Disqualifikation!! Für die Dauer des Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen. Bei einer Disqualifikation werden die Jetons eingezogen.

 
 
8. Am Sitzplatz

Ein Spieler muss, sobald alle Spieler ihre Karten erhalten haben, am Tisch sein, ansonsten wird die Hand für "tot" erklärt. Um "time" zu rufen, muss ein Spieler am Tisch sein. In Flopspielen, wird die Hand des Big Blinds für "tot" erklärt, wenn der Spieler vor dem Flop nicht am Tisch ist, um eine Aktion zu setzen. In den Studvarianten wird das "Forced Bet" sofort für "tot" erklärt, wenn der Spieler nicht am Tisch ist. (Forced Bet wird gesetzt und die Hand vernichtet)

 
 
9. Öffnen der Karten bei Allin

Alle Karten müssen geöffnet werden, sobald ein Spieler "All-in" ist und keine Aktion mehr möglich ist.

 
 
10. Raise Regeln

Wenn ein Spieler ein raise macht, indem er 50% oder mehr des Satzes davor anspielt, muss er den Satz auf die Höhe des Minimum Raise vervollständigen. Ein unvollständiger All-in Satz in No Limit und Pot Limit Spielen gilt nicht als voller Einsatz!

 
 
11. Oversized Chip

Ein einzelner "oversized" Jeton gilt, ohne dass ein Raise annonciert wurde, als Call. Nach dem Flop gilt der oversized chip beim Anspiel entsprechend seiner Wertigkeit. Annonciert ein Spieler ein Raise und setzt einen oversized chip, gilt, bei allen No Limit und Potlimit Spielen, der höchst mögliche Betrag, maximal bis zu der Wertigkeit des Jetons. Das Raise muss immer annonciert werden, bevor der Jeton den Tisch berührt.

 
 
12. No Disclosure - No Advice - One Player to a Hand

Spieler sind verpflichtet, auf das Spiel und die Mitspieler Rücksicht zu nehmen, ob sie nun in der Hand sind oder nicht.

1. Informationen über aktive oder gepasste Karten
2. Spielanalysen, solange noch eine Aktion möglich ist
3. Über eine Hand zu sprechen vor dem Showdown sind nicht erlaubt. Nur ein Spieler pro Hand ist zulässig.

 
 
13. Sitzverteilung

Turnier- und Satellitenplätze werden den Spielern durch Zufall zugewiesen.

 
 
14. Offizielle Sprache

Während des Spiels ist nur Englisch und die Sprache des Veranstalterlandes erlaubt.

 
 
15. Technische Geräte

Das Telefonieren, Senden von SMS und jede andere Art technischer Kommunikation ist am Tisch nicht erlaubt.

 
 
16. Wechsel des Kartendecks

Kartendecks werden bei jedem Dealerwechsel oder Limitwechsel getauscht oder nach eigenen Hausregeln. Spieler können kein Wechseln des Kartendecks beantragen.

 
 
17. Neues Limit

Sobald die Zeit eines Limits abgelaufen ist, wird von der Turnierleitung ein neues Limit annonciert und gilt ab der nächsten Hand. Eine Hand gilt mit dem ersten Shuffle als gespielt.

 
 
18. Re-buys

Kein Spieler darf eine Hand versäumen. Annonciert ein Spieler ein Re-buy bevor die erste Karte gedealt wurde, spielt der Spieler "behind" und muss das Re-buy machen.

 
 
19. Sichtbarkeit der Jetons

Die Jetons mit der größten Wertigkeit müssen immer für alle sichtbar sein.

 

20. Annoncieren der Hand

Verbale Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend. Jedoch obliegt es der Turnierleitung, Missbrauch und Falschannoncen zu ahnden.

 
 
21. Rabbit Hunting

"Rabbit hunting" ist nicht erlaubt.

 
 
22. Blinds umgehen

Ein Spieler, der bei Tischwechsel oder Tischauflösung absichtlich die Blinds umgeht, muss die Blinds nachbringen und/oder erhält einen Penalty. Die nachgebrachten Jetons kommen in den nächsten Pot und sind "Dead money".

 
 
23. Sichtbare Jetons

Alle Jetons müssen immer sichtbar sein. Spieler dürfen zu keiner Zeit Jetons einstecken oder verborgen transportieren. Spieler, die Jetons eingesteckt haben, riskieren disqualifiziert zu werden! Die Jetons werden immer aus dem Turnier genommen.

 
 
24. Tischauflösung

Spieler, die von einem aufgelösten Tisch kommen, übernehmen auf dem neuen Platz die Rechte und Pflichten dessen. Sie können im großen Blind, kleinen Blind und am Button einsteigen. Einzige Position, in der sie keine Hand erhalten ist zwischen kleinem Blind und Button.

 
 
25. Ausgleichen der Tische

In Flop Spielen wechselt immer der Spieler in der Position des "Großen Blinds" in die schlechteste Position. (aber niemals ins "Kleine Blind"). Die Auswahl von welchem Tisch der Spieler genommen wird, ist durch die Turnierleitung festgelegt. An Tischen an denen 3 oder mehr Plätze frei sind, wird das Spiel gestoppt. In Stud Varianten wechselt derselbe Platz, der am anderen Tisch soeben frei geworden ist.

 
 
26. Raises, Erhöhungen

In No Limit Spielen gibt es keine Begrenzung der Raises. Das Minimum Raise ist immer so hoch, wie das Raise zuvor. In Limit Spielen gibt es eine Begrenzung (abhängig von den Hausregeln) der Raises, auch bei Heads-Up Situationen. Sobald das Turnier Heads-Up ist, trifft diese Regel nicht mehr zu.

 
 
27. Misdeals

In allen Studvarianten wird auf Misdeal entschieden, wenn eine der Holecards eines Spielers durch einen Dealerfehler aufgedeckt wird. Wird in Flop Spielen die erste oder zweite Karte durch einen Dealerfehler aufgedeckt, wird ebenfalls auf Misdeal entschieden. Der Spieler am Button kann zwei Karten hintereinander erhalten.

 
 
28. Ungeschützte Hand

Sollte ein Dealer die ungeschützte Hand eines Spielers vernichten, hat der Spieler keine Regressansprüche und erhält auch keine Jetons zurück. Einzige Ausnahme, sollte ein Spieler ein "Raise" machen und dieses wurde noch nicht bezahlt, erhält er in diesem Fall sein "Raise" zurück.

 
 
29. Vernichten der Siegerhand

Die offensichtliche Siegerhand, die offen gezeigt wurde, kann vom Dealer nicht vernichtet werden und bleibt daher im Spiel. Die Unterstützung der Spieler, um solche Fehler zu berichtigen, ist willkommen.

 
 
30. Verbale Aussagen

Verbale Aussagen in der Reihenfolge sind bindend. Aktionen außerhalb der Reihenfolge sind bindend, wenn sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert. Ein Check, Call oder Fold gilt nicht als Veränderung der Situation.

 
 
31. Exposing Cards

Ein Spieler, der seine Hand während dem Spiel öffnet, kann mit einem Penalty belegt werden, aber die Hand wird nicht für "tot" erklärt.

 
 
32. Setzen eines Raise

Im No Limit und Pot Limit gibt es folgende Möglichkeiten, das Raise zu setzen:

1) Der Betrag muss in einer Bewegung gesetzt werden
2) der Betrag zuvor annonciert und festgelegt sein
3) Das Raise annoncieren, den bisherigen Betrag zu setzen (call) und danach in einer Bewegung das eigentliche Raise setzen.

 
 
33. Faires Spiel

Pokern ist ein individuelles Spiel. Soft play wird mit Penalties geahndet. Jemandem Jetons zuspielen wird mit einer Disqualifikation geahndet.

 
 
34. Pot Grösse

Nur in Pot-Limit Spielen wird Auskunft über die Potgröße gegeben. Der Dealer ist nicht verpflichtet in Limit oder No Limit Spielen den Pot zu zählen und gibt auch darüber keine Auskunft.

 
 
35. Button in Heads-up

Im Heads-Up ist das Small Blind immer in der Position des Buttons und setzt die erste Aktion. Sobald es zu einer Heads-Up Situation kommt, muss der Button so positioniert werden, dass kein Spieler zweimal hintereinander das Big Blind setzen muss.

 
 
36. Poker Etikette

Wiederholte Verstöße gegen die Etikette werden mit Penalties geahndet. Beispiele dafür sind, das Berühren fremder Karten oder Jetons, Spielverzögerung und ständiges Reden.
Spieler sind angehalten in der Reihenfolge zu setzen.

 
 
37. Showdown

Im Showdown muss der Spieler, der den letzten Satz (Bet oder Raise) gemacht hat, als Erster seine Karten öffnen. Erfolgt kein Einsatz, muss der Spieler links vom Button die Karten als Erster öffnen. In Stud-Spielen muss der Spieler mit der höchsten Auflage, in Razz Spielen der Spieler mit der niedrigsten Auflage, den Showdown beginnen.

 
 
38. Verbleibende Aktion

Solange ein Spieler noch im Spiel ist und Karten hat, darf er nicht den Tisch verlassen.

 
 
39. String Raises

Der Dealer ist verantwortlich ein String Raise zu annoncieren.

 
 
40. Playing the Board

Um einen Anspruch auf einen Teil des Pots zu haben, muss ein Spieler, bei Playing the board, beide Karten öffnen.

 
 
Übersetzung von Thomas Lamatsch Mai 2007 bei Poker Olymp.

 

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